Berg-Eule

Urlaub 3 - aufregend

Nie wieder Pickel!

Dritter Urlaub - aufregend





Im April 1993


erfüllte sich Mohrles Wunsch, in den Osterferien war sie wieder bei uns. Leider habe ich damals kein Tagebuch geschrieben, weiß also nicht mehr, was sie alles erlebt hat. Ein Ereignis jedoch wird uns immer im Gedächtnis bleiben - nicht nur, weil es davon einige Dias gibt.


Gleich am ersten Tag vernahmen wir ein Geräusch von Mohrle, wie wir es noch nie gehört hatten. Sie kauerte auf dem Teppich im Wohnzimmer und brummte ganz tief aus dem Bauch heraus. Je näher wir ihr kamen, um zu sehen, was ihr "fehlte", desto lauter wurde das Brummen. Und nun fiel uns die Kinnlade herunter: Die Wohnungskatze Mohrle hatte in unserem Wohnzimmer eine Maus gefangen!!! Sicher war das das absolute Highlight ihres Katzenlebens.





Wir hatten schon öfter Mäuse im Haus gehabt, im Erdgeschoß schlüpft schon einmal eine zur Terrassen- oder Haustür hinein. Einmal verfing sich eine in Panik auf dem Fensterbrett in den Stacheln einer Kaktee. Sie zappelte und quiekte so, dass ich mich nicht getraute, sie anzufassen. Ich packte den Blumentopf und stellte ihn ins Freie, wo sich die kleine Kaktusmaus freistrampeln konnte. Manchmal lebte auch zeitweise eine Maus im Keller, knabberte die Lageräpfel an und spielte mit den Walnüssen Fußball.


Aber dass ausgerechnet jetzt, an Mohrles erstem Ferientag bei uns, eine Maus im Wohnzimmer war, das war ein seltsamer Zufall – ein Glückstag für Mohrle, ein Unglückstag für die Maus.





Wir hatten damals wenig Erfahrung mit Katzen, Mohrle war nicht unsere eigene, sie brummte so "gefährlich", dass wir es nicht wagten, ihr die Maus abzunehmen. Und auch, wenn es eigenartig klingen mag, wir freuten uns mit ihr und gönnten ihr die Beute.






Lange noch bewachte Mohrle die tote Maus und brummte dabei. Erst als sie ruhiger wurde, wagten wir es, die Beute zu entsorgen. Ob Mohrle wohl noch lange von diesem aufregenden Erlebnis geträumt hat?




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