Berg-Eule

Umtausch erwünscht

Wo kann ich sie umtauschen?

Januar 2008


In mir ist heute ein Entschluss gereift: Ich werde meine Katzen umtauschen. Der Grund ist Vortäuschung falscher Tatsachen. 

Sie haben scharfe Zähne und spitze Krallen, sind also prädestiniert zum Mäusetöten, aber nein ... sie haben Angst vor ihrer Beute!!!

Der heutige Vorfall hat das Fass zum Überlaufen gebracht: Ich lese gerade gemütlich die Zeitung, da höre ich seltsame Geräusche aus dem Nebenzimmer. Dort finde ich Trixi mit einer Maus im Mäulchen sowie Pucki. Trixi ist offensichtlich froh über mein Kommen, sie geht in den Flur und legt die Maus dort ab. Na super, ich hatte mich schon gefreut, sie würde sie mit nach draußen nehmen - pustekuchen!





Nun schließe ich schnell alle Zimmertüren, damit die Maus nicht irgendwo unter einem Schrank verschwinden kann - und damit Pucki aus dem Rennen ist - und hoffe, dass Trixi die Maus wieder aufnimmt und hinausbefördert.

Denkste! Sie setzt sich ins andere Eck und faucht und brummt die Maus aus tiefstem Herzen an. Die versteht leider die Katzensprache nicht, denn das heißt: "Ich hab dich zum Fressen gern", und sie weiß nicht, dass Trixi einen Service wie im Schlaraffenland gewohnt ist, wo Katz die gebratenen Mäuse ins Maul laufen.

Die Situation stagniert, ich stupse die Maus an, sie läuft ins andere Eck - keine Reaktion von Katz. An Handschuhe komme ich momentan nicht ran, um die Maus zu retten.

Also denke ich: "Konkurrenz belebt das Geschäft" und öffne die Tür, hinter der Pucki sitzt. Sie ist sehr misstrauisch, kommt gaaanz langsam heraus, läuft unwissentlich zufällig direkt auf das Eck zu, in dem die Maus sitzt. Ich freue mich schon, dass sie sie packen wird. Doch plötzlich hat sie das Untier erblickt und macht einen dreifachen Auerbachsalto rückwärts mit Schraube und ganzer Drehung. Das wäre filmreif gewesen! Pucki verkrümelt sich ins andere Eck. Wieder nix!






Nun ergreife ich endgültig die Initiative, scheuche alles Getier weg von der Tür, die ins Treppenhaus führt. Dann öffne ich diese, um mir Handschuhe zu holen. Die Maus ist wohl die Schlaueste von den dreien; sie riecht den Duft der Freiheit und ist schwups im Treppenhaus, von wo aus ich sie in den Garten tragen kann.

Was soll ich sagen? Diese "Mäusejäger" sind nicht Kost und Logis wert, geschweige denn alles, was man sonst in sie investiert hat. Ich werde mich mal erkundigen, wo ich sie umtauschen kann - die Nachfolger werde ich aber zunächst nur zur Probe aufnehmen. Nicht dass es wieder so ein Desaster gibt, hier tanzen ja die Mäuse auf dem Tisch, obwohl die Katze(n) zu Hause ist!




Doch leider habe ich keinen Garantieschein, sonst könnte ich die Katzen vielleicht reparieren lassen, ein Software-Update wäre zu überlegen. Aber ich fürchte, hier gibt es ohnehin keine Gewährleistung, denn die beiden waren Fundstücke.

Eine Alternative wäre vielleicht eine Umschulung für Arbeitsverweigerer. Oder muss ich sie das Mäusefangen lehren: ....runter auf alle Viere, anschleichen an die Maus, fassen im Genick, hin und herschütteln, das Ganze mehrmals wiederholen ..... und dann zubeißen!!!!! Ich glaube, die Katzenmama zeigt ihren Kitten das so, und meine beiden brauchen bloß noch etwas Übung.

Interview mit Pucki und Trixi durch ein Mitglied des KGB, des Katzen-Gewerkschafts-Bundes:

Oh Mann - welche Ahnung die angeblichen Chefs an den Tag legen. Es handelt sich ja keineswegs um Arbeitsverweigerung - im Gegenteil !!!!!!!!!!!!!!!!!

Die Katze ist ein Jäger, und wer sich damit ein wenig auskennt, weiß ja, dass die Aufgabe des Jägers vor allem in der HEGE der Tiere besteht. Das ganze Jahr wird gehegt und gepflegt, und dann dürfen einzelne Tiere erlegt werden. 

Die Katzen gehen ihren Aufgaben tatsächlich mit großem Eifer und äußerster Sorgfalt nach - wer es nicht begreift, ist der Chef...  ... der glaubt, dass die Mitarbeiter faulenzen. Da muss die Katze ja krank werden, wenn ihre Tätigkeit ständig so gering geschätzt wird. Hier liegt ein wirklich ernster Fall von MOBBING vor.

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