Berg-Eule

Schlappis Erinnerungen 3


(4.4.99)

Meine Familie war einige Stunden ohne mich fort. Als sie heimkamen erzählten sie mir, sie hätten mein Urlaubsdomizil besichtigt und mich dort angemeldet. Sie berichteten von zwei großen Zimmern mit vielen Kletter- und Schlafplätzen, daneben gäbe es noch kleinere Räume und einen Wintergarten. So wie sie rochen, mussten sie etliche fremde Katzen gestreichelt haben.

Sie meinten, dass der gemeinsame Urlaub im Wohnmobil für alle nicht so ideal gewesen sei. Ich hätte zu wenig Bewegungsfreiheit gehabt und hätte unter der Hitze gelitten – womit sie durchaus recht hatten. Und sie hätten ständig Angst gehabt, ich würde ausreißen und sie hätten nachts kaum schlafen können, weil ich soviel herumgegeistert sei. So sei es für uns alle nicht sehr erholsam gewesen.

In dem Katzenhotel könnte ich zwar nicht in den Garten, aber es sei ein großer Wintergarten da, der mit Draht gesichert sei. So wüssten sie, dass ich nicht weglaufen könnte, aber ich würde die Vögel sehen und hören und die Gerüche der Natur genießen können.


Dieses Katzenhotel würde von einer ganz netten Zweibeinerin betrieben, die sich auch gut um mich kümmern würde, wenn ich krank werden sollte, und sie hätte auch schon nach meinem Lieblingsfutter gefragt. Es heiße Katzenhotel Miau, und dort sei die Katze König.


(August 99)

Mein Sommerurlaub war tatsächlich sehr angenehm, ich schloss mit etlichen anderen Katzen gute Bekanntschaft, wir bekamen reichlich zu fressen, und es gab genügend ruhige Plätze, wo man ungestört schlafen konnte. Alle anderen Urlaubsgäste waren nett und friedlich.



Die Hotelbesitzerin war ganz vernarrt in mich, sie nannte mich immer "mein Guter". Ja, ich hatte mich da sehr wohl gefühlt, nur vermisste ich natürlich meine Familie.



( 4.9.99)

So schön es im Hotel Miau auch gewesen war, ich freute mich unsagbar, als mich meine Familie direkt nach ihrem Urlaub wieder abholen kam.



Ich schmuste gleich ausgiebig mit jedem und kletterte begeistert für die Heimfahrt auf meinen Lieblingsplatz im Wohnmobil.



(August 2001)

Diesmal fuhren nur die erwachsenen Zweibeiner und Elli mit dem Wohnmobil fort. Ich durfte mit Janne zu Hause bleiben.

(2002)

Im darauffolgenden Jahr machte meine Familie gar keinen Urlaub, das gefiel mir sehr. Weniger schön war, dass Gabriele ab dem Sommer lange sehr krank war, deswegen war die ganze Familie traurig. Aber ich tröstete alle, so gut ich konnte mit Schmeicheln und Schnurren.


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