Berg-Eule

Die Weihnachtsmaus


Pucki und die Weihnachtsmaus
Dezember 2009






Vielleicht kennt mancher das Kinderlied "Wi, Wa, Weihnachtsmaus". In meinem Notenheft ist als Texter und Komponist "Knister" angegeben, was mir sehr nach Pseudonym klingt - das nur der Vollständigkeit halber.

Der erste Vers erzählt von einer Maus, den habe ich original übernommen, die weiteren Strophen handeln vom Kirchturmhahn, dem Storchenpaar und der Maulwurfsfrau - die passen nicht in meine Geschichte. Stattdessen habe ich einige eigene Strophen angefügt, frei nach einem Ereignis in unserem Haus.

Also ab Vers 2: Copyright by Bergeule!


Wi, Wa, Weihnachtsmaus

Die Wi, die Wa, die Weihnachtsmaus,
die freut sich auf den Weihnachtsschmaus.
In Ihrem Mi, Ma, Mausenest
träumt sie vom nächsten Weihnachtsfest.


Die Wi, die Wa, die Weihnachtsmaus,
die fühlt sich wohl in unsrem Haus.
Sie lebt im Nahrungs-Überfluss,
nicht mühsam Körnlein suchen muss.

Die Wi, die Wa, die Weihnachtsmaus,
die kommt nur in der Nacht heraus.
Die Pucki schläft dann tief und fest,
wenn Maus die Party steigen lässt.

Die Wi, die Wa, die Weihnachtsmaus,
lebt munter hier in Saus und Braus.
Nicht Schnee noch Kälte quälen hier,
im warmen Nest hinterm Klavier.

Die Wi, die Wa, die Weihnachtsmaus,
die hat ‘nen tollen Weihnachtsschmaus.
Das Katzenfutter schmeckt ihr gut,
die Katz‘ schnarcht laut – nur Mut, nur Mut!

Die Wi, die Wa, die Weihnachtskatz‘,
verzichtet auf die Weihnachtshatz,
sitzt auf der Fensterbank in Ruh‘
und schaut dem kleinen Mäuslein zu.

Die Wi, die Wa, die Weihnachtskatz‘,
hat ‘nen bequemen Ruheplatz.
Koexistenz und Weihnachtsfrieden
wünscht allen Tieren sie hinieden.

Die Wi, die Wa, die Weihnachtskatz‘
träumt von der nächsten Mausehatz.
Der Frieden gilt nur hier im Haus –
treff‘ ich dich draußen: aus die Maus!







Leider hat der Weihnachtsfrieden nicht lange angehalten!  Am 2. Feiertag früh lag eine Maus unter dem Tisch, von der wir annahmen, dass es die Weihnachtsmaus war. Leider ist unser Wiedererkennungsfaktor bei Mäusen recht niedrig.

Tja, die Arme, wäre sie lieber in die Kastenfalle gegangen, dann könnte sie jetzt draußen - zwar in der Kälte - aber immerhin am Leben sein. Doch alles, was wir an Lockmitteln in die Falle legten, war für die Katz' - dieser Ausdruck passt hier nicht so recht, denn die Katze hat es auch nicht gefressen!

Allerdings hat uns die Weihnachtsmaus noch eine "schöne Bescherung" hinterlassen. Mein Mann wollte etwas am Aquarium richten. Als er die Türe des Unterschranks öffnete, quoll ihm ein äußerst netter Geruch entgegen!

Da also waren die Schnippselchen von angeknabberten Papiertaschentüchern und Toilettenpapier abgeblieben! Auch der Torf fürs Aquarium hatte zum Nestbau herhalten müssen. Und als Toilette hatte sie den Schrank natürlich auch benutzt - pfui Teufel!






 
Die Maus hatte übrigens Geschmack: Ich wunderte mich, weil entlang der Bücher auf meinem Gabentisch eine unübersehbare Spur brauner Köttelchen verlief, sollte sie sich für Literatur interessiert haben???

Nein, bald fand ich heraus, wohin es sie gezogen hatte: Auf dem Sideboard stand eine Schale mit einzeln verpackten Pralinen, da hatte sie sich erstmal durch die Klarsichtfolie einen Weg gebissen und dann genüsslich eine Praline ausgehöhlt!  Ausgerechnet Nougat  - sie hätte doch Trüffel futtern können, die hätte ich ihr freiwillig überlassen! Marzipan wäre auch noch zur Auswahl gewesen, aber das hat sie mir gnädigerweise gelassen!

Übrigens sagte mir einmal ein Kammerjäger, Mäuse möchten gern Nutella - nun ja, das ist auch eine Art Nougat, aber unsere Mäuse mögen das in Freiheit, wenn es in der Falle liegt, verschmähen sie es!

Noch eine verräterische Spur hat die Weihnachtsmaus hinterlassen, nämlich in meiner Krippe! Eines Tages schaute ich sie mir wieder einmal an und bemerkte einige verschobene Figuren und Accessoires sowie Spuren im Sand des Marktplatzes. Natürlich hatte ich zuerst die arme Pucki in Verdacht.

Auf einem Tischchen fiel mir eine leere Schale auf, ich überlegte, was da wohl drauf gewesen sein mochte, dann entdeckte ich den Gugelhupf unter dem Tisch - immer noch glaubte ich, Pucki habe hier ihr Umwesen getrieben.





Doch dann der untrügliche Beweis: ein kleines braunes Würstchen auf dem Tisch zwischen dem Erdbeerteller und der Pralinenschachtel!!! Wahrscheinlich hatte die Maus geglaubt, hier etwas Essbares zu finden - da wurde sie aber arg enttäuscht.


So schaut der Tisch normalerweise aus:




Wie auch immer: Die nächste Maus kommt so sicher wie das Amen im Gebet, denn Pucki hat die "nette" Angewohnheit, Mäuse häufig lebend ins Haus zu bringen und dort laufen zu lassen - sie interessiert sich dann kaum mehr für sie nach  dem Motto: "Dosi, du musst auch endlich lernen, Mäuse zu fangen.
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