Berg-Eule

Das weiße Monster


Das weiße Monster

Mai 2011


Unsere Pucki wurde etliche Jahre vom Nachbarskater geärgert, der nun schon lange nicht mehr in unseren Garten kommt.

Dafür gibt es das "weiße Monster", es wirkt recht gepflegt obwohl sie - oder er? - viel draußen zu sein scheint. Der Name Monster stammt von uns, weil die Katze viel größer ist als unsere Pucki und diese Angst hat vor ihr. Das Geschlecht weiß ich nicht, aber ich habe das Monster schon markieren sehen - tippe also auf einen Kater.






Das Monster läuft fast täglich durch unseren  - nein: Puckis - Garten, an manchen Tagen sogar mehrmals. Ich habe es auch schon einige Straßen weiter gesehen, hat also ein großes Revier.


Bisher habe ich noch nicht beobachtet, dass Monster unserer Pucki etwas antut, aber er ist eben doppelt so groß, Pucki hat Angst, schreit erbärmlich und läuft weg. Sie schießt dann panisch durch beide Katzenklappen bis ins Wohnzimmer; dabei hat sie schon einmal die ganze Klappe mitgerissen. Und Monster rennt hinterher bis zur Haustüre.

Ein paar Tage war Monster nicht da - laut Flyer vermisst - nach einer Weile war Pucki wieder ganz entspannt draußen. Aber dann tauchte er wieder auf, und der Zirkus setzte sich fort.

Wenn ich Monster in unserem Garten bemerkte, scheuchte ich ihn Pucki zuliebe fort, was ihn aber gar nicht zu beeindrucken schien; er "flüchtete" immer mit aufreizend gelassenem Gang. Ich dachte schon daran, eine Wasserspritze zu kaufen, um ihm Puckis Revier zu verleiden, denn Pucki führte sich schon auf, wenn sie ihn nur vom Fenster aus draußen erblickte: Sie weinte und sang in den höchsten Tönen! 

Doch eines Tages bot sich folgendes Bild vor unserem Fenster:




Pucki und Monster liegen in einem Abstand von ca. zwei Metern im Gras! Monster starrt Pucki an, diese schaut demonstrativ zur Seite und wirkt relativ entspannt. Schließlich schaut auch Monster woanders hin.

 

Monster wirkt, als sei er eben frisch gebürstet worden, sicher ist er kein Streuner.





Nun hat er uns hinter dem Fenster gehört.




Was starrt ihr mich so an? Ich tu doch gar nichts!




Wenn es euch nicht passt, dann verschwinde ich eben.



Pucki hebt erst den Kopf, als Monster das Feld räumt.



Sie schaut ihm nach, bis er den Garten verlassen hat: Na endlich ist er weg, der böse Feind --- hah, dem habe ich's aber gezeigt! - Tapferes Puckilein! :-)))





Nachtrag:

Das Rätsel um Geschlecht und Herkunft des weißen Monsters ist gelöst. Eine Dame, die zwei Straßen weiter wohnt, rief mich an, ob ich ihren weißen Kater Ouzo gesehen habe, sie vermisse ihn schon seit einigen Tagen. Sie habe ihn aus Griechenland mitgebracht --- hätte ich bei dem Namen gar nicht vermutet :-) --- er sei schon öfter mehrere Tage weggeblieben, sie habe schon einmal mit Suchplakaten nach ihm gefahndet.

Ouzo scheint sich bei einigen Nachbarn als armer verhungerter Streuner auszugeben, denn er wird dort gefüttert. Ich fütterte nicht, denn er sah gepflegt aus, außerdem wollte ich nicht Pucki einen Kater vor die Nase setzen.

Pucki hatte vor einigen Wochen eine kleine Verletzung, die die Tierärztin nicht eindeutig zuordnen konnte, nun kam sie mit ausgerissenen Fellbüscheln heim, und sie hatte sich vollgepinkelt. Da Ouzo sich wieder in unserem Garten herumtreibt, habe ich ihn ganz stark im Verdacht. Pucki singt und faucht, wenn sie nach draußen will, und ist extrem ängstlich und vorsichtig - die Arme.

Anfang August 2011 schlich Pucki wieder einmal hinkend nach Hause, sie hatte mehrere verklebte Stellen im Fell, im Bereich der Hinterbeine weinte sie bei Berührung. Es waren jedoch keine offenen Wunden zu sehen oder zu tasten, sie fraß und trank, hatte kein Fieber. Nach zwei Tagen lief sie wieder normal. 

Ob das Ouzo war??? Gesehen und auch verscheucht hatte ich ihn in letzter Zeit des öfteren - Pucki weint und schreit, sobald sie ihn nur von weitem erblickt, also muss sie große Angst vor ihm haben! Auffällig ist schon, dass Pucki bisher in 9 Jahren keine Verletzungen hatte, aber nun dreimal kurz hintereinander.


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